Priss

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Unter Keyboardern wird gerne mit dem neusten und teuersten Equipment angegeben. Dabei wird verkannt, daß das Equipment NUR Mittel zum Zweck ist. Gute Musik ist eine Sache der Geistes und der Seele, die dahinter stecken, und nicht des verwendeten Instrumentariums. Es gibt Musiker, die auf einem billigen Piano mehr Geist und Seele in Musik packen können als ein Top-Producer mit einem 3 Millionen Dollar Studio. Das Equipment eines Musikers ist sein Gehör und sein Kopf/sein Geist, danach vielleicht Töne, Intervalle, Harmonien, Takte und Rhythmen... Aber Ihr wollt wahrscheinlich dennoch wissen, welche Geräte ich verwende...

Priss im Remmidemmi Studio

Es ist klein und paßt in mein Arbeitszimmer. Gesequenct wird noch völlig altmodisch mit MIDI, Atari Mega ST und Steinberg Cubase. Hauptklangerzeuger ist der Emu e-64 Sampler, dazu kommen Synths wie der Waldorf Microwave und der Yamaha DX-7. Seit 2003 habe ich einen von Rudi Linhard und Stefan Hund midifizierten und refurbishten Minimoog – ein echter Rolls-Royce und den Synthesizern! Mit dem Minimoog spiele ich sehr viele Melodien und Solos. Den DX-7 schicke ich durch eine Röhrenvorstufe und ein Wah-Wah, um Hardrock-Gitarrenbretter zu erzeugen. Er ist ebenfalls zuständig für funky Clavinetsounds, die ich anschließend durch eine Danelectro Talkbox schicke. Die Drums kommen von einem Roland R8-M, die Bässe in der Regel vom Microwave. Alle Sachen werden über ein Doepfer LMK-3 Masterkeyboard in den Rechner gespielt. Alle Effekte kommen von Lexicon und Alesis (MPX 100, Quadraverb). Die Signale werden in einem Mackie 1402 VLZ-Pro Mixer gemischt, von einem DBX-Quantum gemastert und dann von einem Sony DTC-59es DAT-Recorder aufgenommen. Dieses relativ bescheidene Hardware-Equipment erlaubt es mir, in Phasen kreativer „streams“ sehr schnell, spontan und intuitiv arbeiten zu können – unverzichtbar für mich!

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